Wer keine Staatsangehörigkeit besitzt, kann seine Menschenrechte nicht verwirklichen. Dieser grundlegende, aber häufig übersehene Zusammenhang bildet seit vielen Jahren den Ausgangspunkt unserer Sozialarbeit in Bosnien-Herzegowina. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat soeben ein Online-Dossier zum Thema Staatenlosigkeit veröffentlicht, das dieses wichtige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: >>> Kurzdossier Staatenlosigkeit
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Dienstag, 15. März 2022
bpb: Staatenlosigkeit
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Dienstag, 31. Oktober 2017
bpb: Neues Buch zur Geschichte Südosteuropas
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat kürzlich das folgende Buch als Lizenzausgabe in ihr Programm aufgenommen:
Calic, Marie-Janine (2017), Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region, bpb Bonn.
Das Buch kann bei der bpb für 7,00 € bestellt werden. Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Calic, Marie-Janine (2017), Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region, bpb Bonn.
Das Buch kann bei der bpb für 7,00 € bestellt werden. Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Südosteuropa: Welche Räume, Völker, Gruppen und Akteure gehören dazu? Welche Beziehungen und Erfahrungen verbinden die Menschen, welche Tatbestände trennen sie? Welche Erfahrungen waren prägend? Gibt es eine überhaupt eine gemeinsame Identität der Südosteuropäer? Offenbar hängt die Beantwortung solcher Fragen ab von der Perspektive, der Durchlässigkeit von Definitionen und der Offenheit für die Bezüge zwischen Südosteuropa, seinen Nachbarn, dem übrigen Europa und der Welt. Marie-Janine Calic zeichnet die Geschichte und Vielfalt des Raumes vom Altertum bis in die Gegenwart facettenreich, aus unterschiedlicher Perspektive und mit einem Blick für Nuancen und Details nach. Sie verbindet Handlungsstränge mit Schlaglichtern, historische und soziokulturelle Gemeinschaftserfahrungen mit Einzelschicksalen. Das Buch gewinnt noch weiter an Tiefe, indem die Autorin in ihrer Darstellung durchgängig und bewusst die globalen Interdependenzen erschließt.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
Aktuelle APuZ-Ausgabe zu Jugoslawien
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (40-41/2017) befasst sich mit der Geschichte Jugoslawiens und der Situation in den Nachfolgestaaten. Die Zeitschrift kann kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bestellt werden, steht aber auch im Volltext online zur Verfügung:
- Andreas Ernst: Echoraum, nicht Pulverfass - Bedenkliche Befunde zum postjugoslawischen Raum häufen sich. Aber ist die Warnung vor der brennenden Lunte am Pulverfass gerechtfertigt? Um das beurteilen zu können, ist es sinnvoll, zunächst zu klären, inwiefern von diesen Staaten überhaupt als Region gesprochen werden kann...
- Vedran Džihić: Verlorene Strahlkraft? Die Nachfolgestaaten Jugoslawiens zwischen EU, Russland und Türkei - In den postjugoslawischen Staaten, die noch keine EU-Mitglieder sind, sinkt die Zustimmung zur Europäischen Union. Gleichzeitig wachsen die Sympathien für Russland oder die Türkei. Die Krisen in der Region häufen sich. Welche Rolle spielt die EU in dieser Situation?...
- Marie-Janine Calic: Kleine Geschichte Jugoslawiens - Die beiden Jugoslawien – das königliche und das sozialistische – standen vor ähnlichen Heraus-forderungen, wählten aber unterschiedliche Ansätze zur Herstellung nationaler Einheit. Beide scheiterten schließlich an einer wachsenden Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit...
- Ana Mijić: Der bosnisch-herzegowinische Nachkrieg. Ein Kampf um den Opferstatus - Über 20 Jahre nach Ende des Krieges ist das Verhältnis zwischen den bosniakischen, kroatischen und serbischen Bosnierinnen und Bosniern durch tiefe Gräben gekennzeichnet. Über die Verantwortung für den Krieg und die begangenen Verbrechen wird noch immer gestritten...
- Tanja Petrović: Jugoslawien nach Jugoslawien. Erinnerungen an ein untergegangenes Land - Essay - Im dritten Jahrzehnt nach dem von ethnischer Gewalt geprägten Zerfall Jugoslawiens wird der Vielvölkerstaat in seinen Nachfolgestaaten von offizieller Seite gerne auf ein historisches Faktum reduziert. Aber gehört Jugoslawien wirklich definitiv der Vergangenheit an?...
- Marc Halder: Mythos Tito - Wie wurde aus dem kroatischen Bauernsohn Josip Broz der charismatische Partisanenführer und weltweit geachtete Staatsmann Tito? Die Antwort auf diese Frage führt über den Personenkult um den jugoslawischen Staatschef, der bis heute nachwirkt...
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Montag, 11. September 2017
Sonderthema Balkan in "Das Parlament"
Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung "Das Parlament" (Nr. 37/2017) widmet sich dem Sonderthema "Krisenfeld Balkan" und enthält einige lesenswerte Beiträge. Die Online-Version finden Sie hier...
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Mittwoch, 2. März 2016
Ende der Belagerung von Sarajevo vor 20 Jahren
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| Vedran Smailović spielt während der Belagerung Sarajevos 1992 in der zerstörten Staatsbibliothek Cello Foto: Mikhail Evstafiev, CC-Lizenz |
"Vor 20 Jahren endete mit der Befreiung von Sarajevo die längste Belagerung einer Stadt im 20. Jahrhundert. Fast vier Jahre lang war die Stadt von bosnisch-serbischen Truppen umzingelt. Noch heute sind die Folgen des Bosnienkriegs zu spüren."Auf der Website finden sich außerdem zahlreiche Hinweise auf verwandte Themen aus dem reichhaltigen Angebot der Bundeszentrale:
- Hintergrund aktuell (09.07.2015): 1995: Das Massaker von Srebrenica
- Hintergrund aktuell (29.06.2015): Vor 20 Jahren: Bundestag bewilligt Bundeswehreinsatz in Bosnien und Herzegowina
- Sundhaussen, Holm: Der Zerfall Jugoslawiens und dessen Folgen
- Fischer, Martina: Innerstaatliche Konflikte – Bosnien-Herzegowina
- Hintergrund aktuell (09.10.2014): Wahlen in Bosnien-Herzegowina
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Freitag, 31. Juli 2015
Vorurteilsforschung zum Antiziganismus
"Es hat fast 40 Jahre gedauert, bis nach Kriegsende eine deutsche Regierung den Völkermord an den Sinti und Roma anerkannt hat. Weitere 30 Jahre dauerte es, bis die Bundesrepublik Deutschland in Berlin ein zentrales Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Europa realisierte."Das sind die ersten Zeilen des Vorworts von Romani Rose in dem kürzlich hier im Blog vorgestellten Buch "Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Diskriminierung und Emanzipation" (hg. v. Oliver von Mengersen), das bei der Bundeszentrale für politische Bildung (hier) bestellt werden kann. Das Buchangebot der Bundeszentrale wurde kürzlich um eine weitere wichtige Publikation zur größten europäischen Minderheit ergänzt. Neu im Programm ist nämlich das folgende, äußerst lesenswerte Buch:
Wolfgang Benz, Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil Antiziganismus (Online-Bestellung bei der BpB).Wie der Untertitel andeutet, versucht sich Wolfgang Benz der Thematik aus der Perspektive der Vergleichenden Vorurteilsforschung zu nähern. Da er sich seit langem intensiv mit dem Antisemitismus auseinandersetzt, heißt das, dass Antiziganismus in erster Linie damit verglichen wird, was an einigen Stellen des Buches sehr zur Erhellung von Vorurteilen, Stereotypen, Ressentiments und Klischees (sowie deren Genese und Funktion) beiträgt. Auf der BpB-Website findet sich folgende Kurzbeschreibung:
"Wenn die Rede auf Sinti und Roma kommt, entstehen häufig Bilder im Kopf: Vorstellungen von Armut, Kriminalität, mangelnder Fähigkeit oder Bereitschaft zur Anpassung. Dabei vermischen sich tradierte Vorurteile, auch aus der Literatur, mit modernen Assoziationen, die medial oder auch politisch befeuert werden. Wolfgang Benz stellt die reflexartige Ablehnung ebenso wie das Stereotyp von der Gefahr infrage, die Sinti und Roma angeblich für Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Sozialsysteme darstellen. Er beleuchtet mit Methoden der vergleichenden Vorurteilsforschung zunächst Mechanismen, Gründe, Folgen und Strukturen eines europaweit noch immer verbreiteten Antiziganismus. In Interviews mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren wird zudem nach Ansätzen dafür gefragt, wie ein menschenrechtskonformer, auf Integration zielender, guter Umgang mit der Minderheit auf kommunaler und sozialer Ebene aussehen kann."Wer sich etwas ausführlicher über das Buch informieren möchte, dem sei die Rezension von Tobias von Borcke auf H-Soz-Kult empfohlen.
Sonntag, 3. Mai 2015
BpB: Sinti und Roma
Dass die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hervorragende Informationen über die größte europäische Minderheit, die Roma, zur Verfügung stellt, darüber haben wir an dieser Stelle wiederholt berichtet. So findet sich im umfangreichen Online-Angebot der bpb u.a. ein Online-Dossier und eine Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" zum Thema. Neu hinzugekommen ist ein Buch aus der Schriftenreihe der Bundeszentrale (Band 1573), das die Situation in Deutschland in den Mittelpunkt stellt:
Oliver von Mengersen (2015), Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Diskriminierung und Emanzipation, Bonn.Die Kurzbeschreibung auf der bpb-Website lautet folgendermaßen:
"Die Geschichte der Roma-Minderheiten in Europa reicht bis ins Mittelalter zurück. Seit sechshundert Jahren sind sie auch in Deutschland ansässig. In der Öffentlichkeit ist darüber nur wenig bekannt. Das Wissen zur Geschichte der Sinti und Roma beschränkt sich häufig auf deren Verfolgung im Nationalsozialismus. Die Zeit vor 1933 wird meist ebenso vernachlässigt wie die Frage, wie es den Überlebenden des Genozids nach 1945 erging. Der Band zeichnet konzise, aber thematisch weit gefasst die Geschichte der Sinti und der Roma in Deutschland von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart nach. Dabei erschöpft er sich nicht im Blick von außen auf die Minderheit, sondern nimmt auch deren Perspektive auf."Das Buch kann hier für 4,50 Euro bestellt werden...
Mittwoch, 17. Dezember 2014
Roma in Tschechien und der Slowakei
Das ausführliche Online-Dossier "Sinti und Roma in Europa" auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde in diesem Blog bereits als hervorragende Informationsquelle gewürdigt. Nun wurde das Dossier um einen Beitrag von Silja Schultheis ergänzt: "Wege aus dem Abseits? Die Situation der Roma in Tschechien und in der Slowakei":
"Ein großer Teil der Roma in Tschechien und der Slowakei lebt heute in ghettoähnlichen Siedlungen. Häufig erinnern diese eher an die sogenannte Dritte Welt als an die Europäische Union. Tief verankerte Stereotype und eine Jahrzehnte lang verschleppte Integrationspolitik spiegeln wider, wie schwer sich beide Länder mit dem Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft tun. Dabei zeigen positive Ausnahmen, wie einfach Integration funktionieren kann, wenn nur der Wille da ist."
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Samstag, 1. November 2014
Lektüreempfehlungen: Roma in Europa
Neben landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekten im Nordosten Bosniens bildet die Arbeit mit Angehörigen der Volksgruppe der Roma einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Ziel dabei ist, mit aufsuchender sozialer Arbeit Romafamilien im Elendsmilieu in Sarajevo zu stabilisieren. Dazu zählt vor allem, ihnen zu Staatsangehörigkeit, Rechtsfähigkeit und zum Zugang zu Sozialleistungen zu verhelfen.
Über keine andere Minderheit kursieren derart viele Legenden und Vorurteile. So sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, den Kenntnisstand über Roma in Europa zu verbessern. Einen guten Ausgangspunkt hierfür bildet ein Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) mit dem Titel "Sinti und Roma in Europa", das folgende Themen umfasst:
Über keine andere Minderheit kursieren derart viele Legenden und Vorurteile. So sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, den Kenntnisstand über Roma in Europa zu verbessern. Einen guten Ausgangspunkt hierfür bildet ein Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) mit dem Titel "Sinti und Roma in Europa", das folgende Themen umfasst:
- Video: Gespräch mit Romani Rose
- NS-Verfolgung von "Zigeunern" und "Wiedergutmachung" nach 1945
- Die Macht der Bilder: Ein Gespräch mit Klaus-Michael Bogdal
- Ein unbekanntes Volk? Daten, Fakten und Zahlen
- Eine Reportage aus Serbien: "Die Ärmsten der Armen sind die Roma"
- Die Last der Geschichte: Die Lage der Roma in Bulgarien und Rumänien
- Angst vor Polemik: Frankreichs Roma fürchten die Ausgrenzung
- Keine Hoffnung, nirgends? Was Europa für die Roma tut
- Interview: Der deutsch-ungarische Künstler André Raatzsch über das Kunstprojekt "Romanistan“
- Wie Integration funktioniert: Eine Reportage aus der Kita "Schaworalle" in Frankfurt am Main
- Eine Analyse: Wie berichten Medien über Sinti und Roma?
- Ein immer noch vergessener Holocaust - Essay
- NS-Verfolgung von "Zigeunern" und "Wiedergutmachung" nach 1945
- Bilder und Sinnstruktur des Antiziganismus
- Roma und Minderheitenrechte in der EU. Anspruch und Wirklichkeit
- Die größte Minderheit in Europa
- "Jeden Tag verlieren wir jemanden." Eine Reportage
- Duldung Deluxe
- Roma in Deutschland aus ausländerrechtlicher Sicht
- Zur Bildungssituation von deutschen Sinti und Roma
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