Montag, 17. November 2014

Kaffeekultur in Bosnien

Foto: Ziegler175, Wikimedia Commons
Die New York Times hat kürzlich zwölf europäische Schätze ("12 Treasures of Europe") vorgestellt. Neben Straßenkunst aus Berlin, Schokolade aus Brüssel, Paprika aus Budapest, Design aus Kopenhagen, Seide aus Florenz, Düfte aus Istanbul, Kacheln aus Lissabon, Hüte aus London, Gitarren aus Madrid, Schirme aus Paris und Spielsachen aus Prag werden Kaffee-Sets aus Sarajevo vorgestellt.

Anlass genug für das ARD Studio Wien/Südosteuropa, über die Bedeutung des Kaffees in Bosnien zu berichten: "Bosnische Kaffeekultur ist eine Lebenshaltung":
"Kaffeetrinken ist hier keine hastige Koffein-Einnahme wie ein Espresso oder ein Mittel, um schnell wieder nüchtern zu werden. Kaffeetrinken ist in Bosnien ein Ritual. Der Kaffee wird unbedingt sitzend getrunken – aus kleinen Tassen. Man muss sich Zeit für sich oder noch besser für sich und für die anderen nehmen. Man genießt nicht nur die schwarze Flüssigkeit, sondern das Gespräch, das Beisammensein und eine gewisse Leichtigkeit des Lebens. Die bitteren Sorgen des Alltags, die Unbarmherzigkeit des Schicksals verschwinden nicht plötzlich, sondern werden erträglich, manchmal sogar annehmbar, wenn man sie mit anderen teilt."

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