Freitag, 15. Juni 2018

"Bürger & Staat" zum Thema Antiziganismus

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg widmet sich schon seit längerem regelmäßig dem Thema Sinti und Roma sowie Antiziganismus (siehe z.B. hier). Soeben ist die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Bürger & Staat" (eine von drei Zeitschriften der Landeszentrale) erschienen (Heft 1-2/2018), die sich dieses Mal komplett mit diesem Thema auseinandersetzt. Unter der Überschrift "Antiziganismus" finden sich zahlreiche lesenswerte Beiträge. Die Zeitschrift kann kostenlos bei der Landeszentrale bestellt werden und steht als pdf zur Verfügung...

Sonntag, 27. Mai 2018

Tätigkeitsbericht 2017 online

Foto: Ragnar Müller
Unser ausführlicher Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr ist nun online:

Tätigkeitsbericht 2017  [pdf, 645 kb]

Dienstag, 8. Mai 2018

Text zum Islam in Bosnien-Herzegowina

Die Auslandsinformationen 4/2017 der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema Religion enthalten den lesenswerten Text von Dževada Šuško mit dem Titel "Ein Modell für Europa? Geschichte und Praxis des Islam in Bosnien-Herzegowina" (S. 6-21). Die Autorin ist Direktorin des Instituts für die islamische Tradition der Bosniaken mit Sitz in Sarajevo. In der Einleitung des kostenlos als pdf oder epub zugänglichen Textes heißt es:
Bosnien-Herzegowina blickt auf eine bewegte Geschichte mit gesellschaftlichen Umwälzungen und kriegerischen Auseinandersetzungen zurück. Insbesondere die bosnischen Muslime waren dabei häufig die Leidtragenden. Vor diesem Hintergrund ist es eher überraschend, dass sich der bosnische Islam durch ein verhältnismäßig hohes Maß an Weltoffenheit und Liberalität auszeichnet. In dieser Hinsicht könnte er möglicherweise sogar als Modell für einen Islam europäischer Prägung dienen.

Mittwoch, 14. März 2018

Neuerscheinung: Geschichte Südosteuropas

Ganz aktuell ist im (benachbarten) Reclam-Verlag ein Buch zweier ausgewiesener Experten zur Geschichte Südosteuropas erschienen: Ulf Brunnbauer / Klaus Buchenau (2018), Geschichte Südosteuropas, Reclam. Auf der Verlagswebsite steht folgender Beschreibungstext (außerdem gibt es dort eine Leseprobe als pdf):
Wohl keine europäische Region ist so in sich unterschiedlich wie Südosteuropa, das erst zu Byzanz, dann zum Osmanischen Reich, zur österreichisch-ungarischen Monarchie und schließlich in großen Teilen zum Einflussbereich der Sowjetunion gehörte. Das Zusammenleben von Muslimen und Christen verschiedener Konfessionen wie auch die schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen führten dort immer wieder zu blutigen Konflikten; alle Länder haben bis heute mit Armut und Korruption zu kämpfen. Dieses Buch legt die Wurzeln vieler Probleme frei und gibt Einblicke in die Aktualität einer ganzen Region – von Albanien bis Zypern.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

"Uns hat der Krieg nicht getrennt"

In der ARD-Mediathek kann man den jüngsten Beitrag aus der Reportage-Reihe "Echtes Leben" (früher: "Gott und die Welt") anschauen, der sich mit Sarajewo beschäftigt: "Uns hat der Krieg nicht getrennt":
Es gibt 90 Moscheen, 20 Kirchen und drei Synagogen auf engstem Raum: Wie schafft es die Stadt Sarajewo, so viele Menschen unterschiedlichen Glaubens zusammenzubringen? Was ist das Geheimnis der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas?

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Vortrag: Menschenrechte in der Praxis

Unser diesjähriger Bildungsabend am 17. November 2017 war dem Thema Menschenrechte gewidmet. Der Vortrag von Ingrid Halbritter zeigt, wie wichtig die Menschenrechte in der Praxis sind, wenn wir versuchen, staatenlosen Menschen auf dem Balkan eine Staatsangehörigkeit zu ermöglichen:

Dienstag, 12. Dezember 2017

Vortrag: Menschenrechte als Meilenstein und Maßstab für Weltbürger

Unser diesjähriger Bildungsabend war dem Thema Menschenrechte gewidmet. Die beiden Vorträge des Abends wurden aufgezeichnet und stehen damit auch denjenigen zur Verfügung, die am 17. November 2017 nicht nach Echterdingen kommen konnten. Den ersten, knapp 25-minütigen Vortrag habe ich gehalten:

Montag, 11. Dezember 2017

Weihnachtsbrief am Tag der Menschenrechte von Hans Krämer

Liebe Mitglieder, Unterstützer/Innen und Freunde/Innen von Pharos,

"Bosnien und der Westbalkan - vor Ort Hoffnung wecken" - Unter dieser Überschrift hatten wir Sie eingeladen, am 17. November 2017 zu unserem Bildungs- und Informationsabend nach Echterdingen zu kommen. Wir stellten die Frage, ob Menschenrechte nur Worthülsen sind oder ob sie, bei Menschen vor Ort, auf dem Balkan, Hoffnung wecken oder gar Leben retten können?

In zwei Vorträgen nahmen wir dazu Stellung. Unser Schatzmeister, Dr. Ragnar Müller, Politikwissenschaftler, spannte einen großen Bogen von der Antike bis zum 10. Dezember 1948. Damals, nach zwei grauenvollen Weltkriegen, verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. „Ein Meilenstein in der Geschichte und ein Maßstab für Weltbürger“, so Ragnar Müller. Der knapp 25-minütige Vortrag auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=sbaLtEMcCXo&t.

Unsere Projektleiterin, Ingrid Halbritter M.A., sie ist auf dem Balkan seit vielen Jahren für Pharos e.V. tätig, zeigte dann an Beispielen, wie Menschenrechte kraftvolle Werkzeuge sein können, um Menschen, die aus dem Nest des staatlichen Systems gefallen sind, wieder hereinzuholen. So wie eine junge Mutter von fünf Kindern, die ihr halbes Leben ohne Ausweis, ohne Krankenversicherung und ohne Aufenthaltserlaubnis in Sarajevo gelebt hatte, bevor Pharos e.V. ihr half, all dieses zu erhalten. So können Menschenrechte neue Hoffnung wecken, ja sogar Leben retten. Auch diesen Vortrag gibt es auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=zRLSZcRZXqE.

Heute, auf den Tag genau 69 Jahre nach der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wollen wir nicht versäumen, Ihnen dieses menschheitsgeschichtliche Ereignis in Erinnerung zu rufen. Wir tun dies, indem wir Ihnen diese beiden Vorträge auf YouTube zur Verfügung stellen.

Pharos e.V. geht damit einen neuen Weg, auch Ihnen, die Sie nicht nach Echterdingen zu unserem Bildungs- und Informationsabend kommen konnten, sowie der Öffentlichkeit die engagierten Aussagen zu Menschenrechten vorzulegen und um für unsere Arbeit zu werben.

Außer der Hilfe für Menschen, die unverschuldet in bittere Armut oder gar Staatenlosigkeit geraten sind, verfolgen wir die Weiterentwicklung unseres erfolgreichen landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekts Himbeeren-Anbau in einer Gegend mit großer Arbeitslosigkeit.

Als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Pharos e.V. möchte ich heute, am Jahrestag der Menschenrechte, die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen von Herzen zu danken für Ihre finanzielle und ideelle Unterstützung. Ohne sie können wir das Werk unter den Ärmsten der Armen auf dem Balkan nicht tun, denn die öffentlichen Geldgeber erwarten bei der Antragstellung eine finanzielle Beteiligung von Pharos von 25 bis 30 %. Diesen Anteil müssen wir aus Ihren Spenden aufbringen. So liegt es nahe, dass ich Sie im Namen von Pharos e.V. bitten möchte, uns treu zu bleiben, uns auch weiterhin nach Kräften mit Ihren Spenden zu unterstützen. Sie wissen, bei uns kommen Ihre Spenden zu 97,3 % direkt bei den Projekten an. 2,7% benötigen wir, trotz vieler ehrenamtlicher Tätigkeiten, für Verwaltung.

Seit kurzem ist Pharos e.V. auf der Spendenplattform betterplace vertreten. Sie können über dieses Portal für ganz konkrete Hilfeleistungen spenden, z.B. für Krankenversicherungsbeiträge und für Holz zum Heizen: https://www.betterplace.org/de/projects/57080.

Ich wünsche Ihnen allen im Namen von Pharos e.V. von Herzen gesegnete Weihnachten und ein friedvolles Neues Jahr 2018.

Hans Krämer

Spendenkonto bei der Volksbank Stuttgart:
IBAN: DE61 6009 0100 0365 8600 00, BIC: VOBADESSXXX

Sonntag, 5. November 2017

Themenabend Menschenrechte am 17.11.17

Der Pharos-Themenabend „Menschenrechte“ wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen und der evangelischen Kirchengemeinde Echterdingen veranstaltet und findet am Freitag 17.11.2017 um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in der Bismarckstr. 3 in Echterdingen statt. Der Eintritt ist frei.

Sind Menschenrechte reine Worthülsen? "Im Gegenteil!", sagt unsere Projektleiterin und Menschenrechtsaktivistin Ingrid Halbritter aus Echterdingen. Sie muss es wissen, denn sie und ihre Mitarbeiterinnen holen seit Jahren Menschen ins System zurück, die "aus dem Nest gefallen sind".

So wie diese junge Mutter von 5 Kindern (siehe Foto), die ihr halbes Leben ohne Ausweis, ohne Krankenversicherung und ohne Aufenthaltserlaubnis in Sarajevo verbrachte, bevor Pharos ihr zu ihrer Menschenwürde verhalf. Wie Menschenrechte Leben retten und warum sie als Meilenstein der Menschheitsgeschichte zu verstehen sind, wollen wir bei unserem Themenabend der Öffentlichkeit nahebringen. "Wir wollen den um sich greifenden Ängsten und Ohnmachtsgefühlen der Menschen etwas entgegensetzen und wir wollen vor Ort Hoffnung wecken!", sagt Hans Krämer, unser Vorsitzende. Eine Einladung mit weiteren Vorträgen zum Bildungsabend finden Sie hier...

Dienstag, 31. Oktober 2017

bpb: Neues Buch zur Geschichte Südosteuropas

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat kürzlich das folgende Buch als Lizenzausgabe in ihr Programm aufgenommen:

Calic, Marie-Janine (2017), Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region, bpb Bonn.

Das Buch kann bei der bpb für 7,00 € bestellt werden. Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Südosteuropa: Welche Räume, Völker, Gruppen und Akteure gehören dazu? Welche Beziehungen und Erfahrungen verbinden die Menschen, welche Tatbestände trennen sie? Welche Erfahrungen waren prägend? Gibt es eine überhaupt eine gemeinsame Identität der Südosteuropäer? Offenbar hängt die Beantwortung solcher Fragen ab von der Perspektive, der Durchlässigkeit von Definitionen und der Offenheit für die Bezüge zwischen Südosteuropa, seinen Nachbarn, dem übrigen Europa und der Welt. Marie-Janine Calic zeichnet die Geschichte und Vielfalt des Raumes vom Altertum bis in die Gegenwart facettenreich, aus unterschiedlicher Perspektive und mit einem Blick für Nuancen und Details nach. Sie verbindet Handlungsstränge mit Schlaglichtern, historische und soziokulturelle Gemeinschaftserfahrungen mit Einzelschicksalen. Das Buch gewinnt noch weiter an Tiefe, indem die Autorin in ihrer Darstellung durchgängig und bewusst die globalen Interdependenzen erschließt.